Im Selfpublishing veröffentlichen – in 8 Schritten

Selfpublishing – mittlerweile kennen selbst die Leute den Begriff, die im Normalfall mit dem Lesen nichts am Hut haben. Es wird immer beliebter, dass Autor*innen im Selfpublishing veröffentlichen und gefühlt auch irgendwie immer selbstverständlicher. Auch die Qualität der Selfpublishing-Werke kann mit den Verlagstiteln mithalten und viele Leser und Leserinnen begeistern.

Welche 8 Phasen Autor*innen durchlaufen, wenn sie im Selfpublishing veröffentlichen und welche Tipps du unbedingt beherzigen solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Manuskript in der finalen Phase

Ein großer Meilenstein ist geschafft, wenn sich dein Manuskript in der finalen Phase befindet. Für mich startet diese Phase, wenn ich das Manuskript noch einmal inhaltlich korrekturlese und feststelle, ob ich an der Storyline noch etwas verändern möchte. Davor macht es keinen Sinn, die Geschichte in andere Hände abzugeben.

Ist dein Manuskript in der finalen Phase, werden noch einmal viele Zweifel aufkommen. Hätte ich die Handlung doch anders gestalten sollen? Ist der Einstieg in meine Geschichte ideal? Hätte ich den ein oder anderen Kniff mehr einbauen müssen?

Diese Gefühle und Zweifel sind ganz normal und bis zu einem gewissen Grad, kannst du ihnen auch nachgehen und gegebenenfalls Änderungen vornehmen. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass du nie zu 100 % zufrieden sein wirst und es gut ist, irgendwann die Meinung eines Lektors/einer Lektorin walten zu lassen. Gerade, wenn du im Selfpublishing veröffentlichst.

Im Selfpublishing veröffentlichen: Lektor oder Lektorin suchen

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da solltest du dein Manuskript einem Lektorat unterziehen. Mit der Zeit wirst du nämlich betriebsblind und kannst nicht mehr richtig erkennen, ob deine Geschichte logisch aufgebaut und zusammenhängend geschrieben ist. In diesem Fall ist ein Lektor oder eine Lektorin Gold wert.

Manchmal, wenn du das Gefühl hast, dass du den Durchbruch in deiner Story noch nicht gefunden hast und noch viele Fehler auszubessern sind, kann es sinnvoll sein, zuvor noch Testleser zur Rate zu ziehen. Willst du dein Manuskript jedoch nicht im Selfpublishing veröffentlichen, sondern nachher an einen Verlag schicken, ist ein Lektor oder eine Lektorin auf jeden Fall die bessere Wahl, wenn du Unterstützung bei der Beseitigung großer Fehler benötigst. Ihre Erfahrung wird deine Geschichte ein großes Stück runder machen.

Ein Korrektorat ist unerlässlich

Meiner Meinung nach: Jeder muss sein Manuskript korrekturlesen lassen. Gerade, wenn du im Selfpublishing veröffentlichst. Kein Leser und keine Leserin möchte unzählige Rechtschreib-, Grammatik- oder Satzzeichenfehler finden. Das stört den Lesefluss und liefert einfach ein sehr schlechtes Gesamtbild, selbst wenn die Storyline gut ist.

Ich selbst habe am Anfang meiner Selfpublishing-Zeit viele Titel gelesen, die selbstverlegt waren. Es gab darunter einen Fantasy-Roman, dessen Gesamtstory richtig toll war … allerdings haben mich die unzähligen Fehler darin abgeschreckt und am Ende davon abgehalten, einen weiteren Band zu kaufen.

Buchsatzgestaltung ist unerlässlich – gerade wenn Autor*innen im Selfpublishing veröffentlichen

Der Buchsatz ist etwas, das im Selbstverlag sehr gerne sträflich behandelt wird … „Ach, das Layout bekomme ich ja auch selbst hin.“
Das ist auch nicht unbedingt falsch. Allerdings musst du alle wichtigen typografischen Regeln des Buchsatzes kennen und diese mit einem geeigneten Satzprogramm umsetzen. Denn das Satzbild beeinflusst die Leseflüssigkeit und das Lesevergnügen – zwei Faktoren die ungemein wichtig sind, wenn deine Leser und Leserinnen deine Bücher verschlingen sollen. Oder du lässt denn Buchsatz von jemand anderen gestalten.

Wichtig: Wer im Selbstverlag veröffentlicht, muss an den Buchsatz denken!

Mit dem richtigen Fahrplan kannst du effizient im Selfpublishing veröffentlichen.

Cover und Klappentext

Zwei wesentliche Elemente, die die Aufmerksamkeit deiner Leser und Leserinnen catchen sollen. Cover und Klappentext sollten reißerisch, aber authentisch sein. Sie sind der Grund, warum gekauft wird. Das solltest du immer im Kopf behalten.

Daher arbeite mit Experten und Expertinnen zusammen. Cover-Designer, die etwas von ihrem Handwerk verstehen und wissen, was in der Branche/in dem Genre gefragt ist und dir gegebenenfalls noch einmal Tipps geben. Den Klappentext solltest du auch von deinem Lektor oder deiner Lektorin checken lassen. Fängt er die Aufmerksamkeit ein? Ist er überzeugend? Spiegelt er die Geschichte und das Genre gut wider?

Wer im Selfpublishing veröffentlicht, muss diese beiden Marketing-Instrumente noch viel stärker als andere Autor*innen bedienen. Dein Werk soll an den Mann/die Frau. Und diese musst du erst überzeugen.

Die Veröffentlichungs-Plattform

Wichtig, wichtig, wichtig! Beschäftigte dich mit der Plattform, auf der du veröffentlichst. Sieh dir im Vorfeld an, wie das Hochladen funktioniert und wie viel Zeit es in Anspruch nimmt. Lies Kommentare, frage Autoren und Autorinnen, die bereits auf der Plattform veröffentlicht haben und rechne gerade beim ersten Buch genügend Zeit für das Hochladen ein. Schon vielen ist es passiert, dass plötzlich ein Dokument nicht angenommen wurde, das Cover nicht passte oder ein anderer Fehler aufgetreten ist. Beim ersten Buch ist es daher sinnvoll, unbedingt Pufferzeiten einzuplanen.

Im Selfpublishing veröffentlichen – Buchmarketing

Das Marketing beginnt schon weit vor der Veröffentlichung des fertigen Buches. Du brauchst Social-Media-Kanäle, auf denen du die Schrittte deiner Buchveröffentlichung, Schnipsel des Manuskripts, Cover, Klappentext und ganz viele andere Informationen teilst. Du machst dem Leser und der Leserin Lust auf dein Buch. Außerdem ist es sinnvoll, zu überlegen, welche Zeitungen du kontaktieren kannst, wo Online-Leserunden möglich sind und wo du Lesungen abhalten möchtest. Als Autor und Autorin vermarktet man sich häufig selbst nicht gerne, aber hier heißt es, trotzdem aktiv werden. Es geht nicht darum, dein Ego zu befriedigen, sondern dein Buch in die Welt zu tragen und es den Leuten zu zeigen.

Nach der Veröffentlichung geht es weiter

Du hast dein Buch im Selbstverlag veröffentlicht: Jetzt geht es richtig los! Du solltest im besten Fall dein Buch und deine Leser und Leserinnen weiter betreuen. In den Austausch gehen, Feedback annehmen und aufkommende Ereignisse immer wieder teilen. Die Werbeatkivitäten gehen weiter. Du solltest Connections zu Buchblogger*innen sowie anderen Autoren und Autorinnen pflegen. Mag für viele anfangs nach einer Horror-Vorstellung klingen, doch glaube mir, es ist einfach Gewöhnungssache. Der Austausch und die Verbindungen, die du knüpfst, können wunderbar sein und dich auf viele Wege bereichern.

Veröffentlichst du dein Buch im Selfpublishing, prasseln am Anfang sehr viele Informationen auf dich ein. Man denkt sich: Welche Schritte sind nur wirklich erforderlich? Worauf muss ich besonders achten? Am Ende setzt sich das Gesamtbild aus vielen kleinen Puzzlesteinen zusammen und je länger du mit dem Selfpublishing zu tun hast, umso einfacher wirst du dich zurechtfinden. Und vor allem wirst du deine Schritt durch die Buchveröffentlichung finden!

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